Kalender-Update: Februar 2021

Für alle Fälle bereit

Katzenbaby im gemütlichen Körbchen
Katzenbaby im gemütlichen Körbchen

Die Dachsanierung im letzten Jahr war buchstäblich eine Rettung in letzter Sekunde. Denn das alte Bahnhofsdach war bereits stark in Mitleidenschaft gezogen und an vielen Stellen undicht. Einige Räume im Obergeschoss waren daher durch Wasserschäden überhaupt nicht nutzbar. Da unser funkelnagelneues Dach das Gebäude nun bestens vor sämtlichen Witterungseinflüssen schützt, können wir endlich mit den Renovierungsarbeiten im Haus selbst beginnen.

Der Innenausbau – unser Plan im Überblick
Im Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen: Eine davon ist noch nicht nutzbar auf Grund des Wasserschadens, die andere wird von verschiedenen Katzen bewohnt. Zuallererst werden wir die bisher nicht genutzte Wohnung renovieren, hier stehen wir mit den ersten Trockenbauarbeiten in den Startlöchern. Dann darf unser Büro ins Obergeschoss umziehen und der frei gewordene Platz im Erdgeschoss wird für unsere Reptilien ausgebaut. Die bisher 27 qm werden auf 60 qm anwachsen. Des Weiteren werden im Obergeschoss noch mehr Katzenzimmer entstehen, um die Katzenhäuser zu entlasten.

Exoten brauchen unsere Hilfe

Trichternetzspinne: äußerst gefährlich
Trichternetzspinne: äußerst gefährlich

Der Landtag von NRW hat im Juni 2020 ein neues Gifttiergesetz beschlossen, welches zum einen die Anschaffung besonders giftiger Tiere untersagt und zum anderen bestehende Privathaltungen reguliert. Am 1. Januar 2021 ist dieses neue Gesetz nun in Kraft getreten und wir müssen uns bereithalten, denn wir rechnen mit einem starken Anstieg an exotischen Abgabetieren in nächster Zeit. Denn das Gesetz kam nicht nur viel zu spät, die Übergangsfrist von sechs Monaten ist einfach zu lange und verschiebt das Problem in die Tierheime. Um das Gesetz überhaupt durchsetzen zu können, sind die Tierheim gezwungen, sich auf vermehrte Abgaben vorzubereiten.

Wir haben bereits 2 Terrarien gekauft, die nur darauf warten in den neuen Räumen installiert zu werden. Somit wird das Erdgeschoss zukünftig als reiner Terrarien- und Aquarienraum dienen. Auch für uns ist diese Situation nicht leicht, wir erwarten hochgiftige Tiere in den kommenden Monaten, deren Versorgung und Unterbringung spezifisches Fachwissen benötigt. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an das Jahresende 2019 erinnern, als kurz vor Silvester neun Vogelspinnen bei uns abgegeben wurden. Es stellte sich heraus, dass die Beschriftungen der Behälter fehlerhaft war und sich eine hochgiftige Trichternetzspinne unter den Tieren befand. Diese Spinne kann bis zu 18 km/h schnell werden und aus dem Stand zwei Meter weit springen. Sie ist auch für den Menschen äußerst gefährlich: Ein Biss kann zu anaphylaktischen Schocks, Lähmungen und sogar zum Verlust von Gliedmaßen führen. Und Abgaben dieser Art werden sich häufen und wir wollen dafür bereit sein, um auch diese Tiere, so artgerecht wie nur möglich, bei uns unterbringen zu können.

Mehr Platz für unsere Katzen

Mehr Platz für Katzen
Mehr Platz für Katzen

Im Obergeschoss des Hauptgebäudes befindet sich unser „Altherrenzimmer“, dort sind drei alte und kranke Kater untergebracht. Alle drei sind FIV positiv und bereits sehr eingeschränkt. Die Chancen für eine Vermittlung stehen hier leider schlecht, doch wir tun was wir können, um den drei Katern einen bestmöglichen Lebensabend zu ermöglichen. Sie haben eine Couch und viele Rückzugsmöglichkeiten mit Decken und weichen Kissen. Klettern wollen und können sie auf Grund ihres Zustandes bereits nicht mehr. Sie kommen gut miteinander klar und akzeptieren sich ohne Raufereien. Im Altherrenzimmer drehen wir die Heizung auch immer extra weit auf, denn gerade Wärme trägt besonders zu ihrem Wohlbefinden bei.

Dann gibt es noch die Kittenzimmer, wo trächtige Katzen in Ruhe ihre Babys auf die Welt bringen, säugen und aufziehen können. Die Einrichtung ähnelt Wohnzimmern (mit Sofas, Kissen etc.), dies ermöglicht später eine bessere und leichtere Sozialisierung. Die bald renovierten Räume sollen ebenfalls als Katzenzimmer dienen, um dem Andrang in den Katzenhäusern besser Herr werden zu können.

Arbeit gibt es immer!
Wie Sie sehen, gibt es bei uns im Tierheim Oekoven immer etwas zu tun. Um all unseren Schützlingen bestmöglich gerecht werden zu können, nutzen wir die uns gegebenen Ressourcen und bedanken uns bei allen ehrenamtlichen Helfern, Spendern und Paten. Ohne Ihre Unterstützung wäre dies alles nicht möglich.  Und wir werden immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die es zu meistern gilt. Durch das neue Gifttiergesetz müssen wir uns auf mehr Exoten im Tierheim einstellen, deren Unterbringung sehr kostenintensiv ist. Auch wenn Schlangen, Spinnen & Co. bei Weitem nicht solche Sympathieträger sind wie niedlich Katzenkinder, benötigen auch sie unsere Hilfe. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Unser tierischer Kalender 2021

 


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