Kalender-Update: Juni 2021

Flug in die Freiheit: Hilfe für Wildvögel

Entenküken
pixabay.com / Egal wie niedlich: Finger weg!

Notleidende Vogelküken, verletze Greifvögel, entführte Entenkinder, kreischende Pfauen … das Thema Wildvögel ist umfangreich und kann schnell arbeits- und vor allem kostenintensiv werden. Das Aufpäppeln von Wildvogelküken beispielsweise ist ein 24/7-Job, die empfindlichen Tiere benötigen Pflege rund um die Uhr, zu Beginn im 10-Minuten-Takt. Und da es uns im Tierheim Oekoven bei einigen Arten auch an Fachkenntnissen und Platz fehlt, sind wir dankbar, dass es nun seit kurzem eine zentrale Anlaufstelle in NRW gibt. Das erste Federheim Deutschlands hat in Neuss seine Pforten geöffnet und sämtliche Federtiere in Not können dort abgegeben werden. Rund 80 Tiere haben bereits in der Einrichtung Unterschlupf gefunden und es soll bald Platz für weitere 100 gefiederte Notfälle geben.

In diesem Update wollen wir jedoch auch eine ganz andere Seite des Wildvogelschutzes zeigen. Immer wieder kommt es vor, dass uns die Unvernunft und Uneinsichtigkeit mancher Menschen nicht nur sprachlos, sondern richtig wütend macht. So erreichte uns vor kurzem der Anruf eines ungehaltenen Gartenbesitzers, dass wir uns doch gefälligst um das lästige Krähennest samt Jungtier in seiner Hecke zu kümmern haben. Trotz des bundesweiten Verbots während der Brut- und Setzzeit, wollte der werte Herr nicht darauf verzichten, seine Hecke zu schneiden und drohte dies ohne Rücksicht auf das darin wohnende Krähenküken auch zu tun.

Nur wenige Tage später folgte der Anruf einer Frau, die nach Informationen zur Aufzucht eines Entenkükens fragte. Dies machte uns selbstverständlich sofort stutzig, denn warum um alles in der Welt hat diese Frau ein Entenküken zu versorgen? Auf Nachfrage erzählte sie uns, dass ihre 4-jährige Tochter ein Entenküken an einem Bachlauf gefunden hätte und dies unbedingt mitnehmen wollte. Da die Mutter ihrer Tochter einen solchen Wunsch nicht abschlagen konnte, sitzt nun ein von der Entenmutter entführtes Küken in einem Sandkasten voll Wasser. Schließlich könne es darin ja prima schwimmen …

Pfau
pixabay.com / Pfauen sind keine Haustiere für den Hinterhof

Es verstößt gegen das Tierschutzgesetz, wenn ein Wildtier einfach mitgenommen wird. Und wir werden nicht müde auch immer wieder zu wiederholen, dass Wildtiere keine Haustiere sind! Die besagte Mutter zeigte sich übrigens weiterhin uneinsichtig und wir haben den Fall dem Ordnungsamt gemeldet. Eltern sind in der Pflicht ihren Kindern einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen beizubringen!

Wir werden fast täglich mit Geschichten dieser Art konfrontiert, doch sie alle zu erzählen würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen. Einzelfälle wie die des Krähen- oder Entenkükens zeigen, warum wir im Tierschutz so viel zu tun haben und warum unsere Arbeit über die Vermittlung von Hund, Katze & Co. weit hinaus geht. Und da haben wir Ihnen noch nicht einmal den Fall der Pfauen-Population in einem Wohngebiet geschildert, die erst über 10 Jahre lang von der Gemeinde sich selbst überlassen und dann zum Problem wurde …

 

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